Goethes Gartenhaus in Weimar

Am Samstag, den 24. Oktober 2020 besuchte ich Weimar und Jena.

In Weimar präsentierte sich mir die Stadt wie auch schon bei vielen Besuchen zuvor: Gut besucht von Touristen. Bekannt durch Goethe und Schiller ist der Ort seit Jahrzehnten das Ziel nationaler und internationaler Gäste. Diese besuchen in der Kulturstadt am häufigsten die Wirkungsstätten der beiden großen Dichter und die Gedenkstätte Buchenwald.

Weimar ist bekannt für sein besonderes Flair, was nicht zuletzt an der schönen Lage der Stadt, die sich inmitten des Thüringer Waldes befindet, liegt. Verschiedene thematische Wanderwege führen durch Weimar und das  Umland und laden Touristen dazu ein, Wandern mit dem Besuch kultureller Sehenswürdigkeiten zu verbinden.

Neben Weimar ist Jena ein beliebtes Ziel für Touristen

Die Kulisse der Stadt Jena ist durch den Jentower geprägt

Ebenso ist das in der Nähe gelegene Jena ein beliebtes Ziel. Die Universitätsstadt ist international durch Carl Zeiss bekannt geworden, der 1846 eine feinmechanisch-optische Werkstatt in der Neugasse 7 in Jena eröffnete und damit den Grundstein als Standort der feinmechanisch-optischen Industrie von Weltruf legte. Neben der Friedrich-Schiller-Universität befinden sich in der Carl-Zeiss-Stadt etliche Forschungslabore und Institute, die Stadt gilt heute als bedeutendes Bildungs- und Wissenschaftszentrum.

Die Restaurants, Bars und Kneipen waren in Jena nicht so voll wie in Weimar, was den fehlenden Studenten in Zusammenhang mit der Coronakrise geschuldet war.

Ich konzentrierte mich bei meinem Besuch auf Historisches und besuchte das Museum 1806, das einem bedeutenden Ereignis der europäischen Geschichte des 19. Jahrhunderts, der Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806, gewidmet ist. Gelegen im Jenaer Stadtteil Cospeda wird dem Besucher – neben zeitgeschichtlichen Exponaten zur Schlacht und dem Krieg von 1806 bis 1807 zwischen Preußen und Frankreich – historisches Karten- und Bildmaterial geboten. Zeitzeugen-Berichte geben zudem einen Einblick in die räumlichen und strategischen Gegebenheiten des Ereignisses.

Für Fans mitteldeutscher Geschichte ein Muss!

Für Kulturstätten wäre zweiter Lockdown verheerend

Es bleibt zu hoffen, dass auch Kulturstätten wie Museen keinen erneuten Einbruch im Zusammenhang mit der Coronakrise erfahren. In dieser Zeit, wo sich viele Menschen auf Nahziele und damit auf Sehenswürdigkeiten und Museen in der eigenen Region konzentrieren, erfahren diese Stätten einen Aufschwung, der so schnell nicht abebben wird.

Denn nicht wenige Besucher kommunizieren ihre Erlebnisse an Verwandte und Freunde und sorgen so für einen Multiplikatoren-Effekt.

Auch hier gilt: Ein zweiter Lockdown würde diese Kultureinrichtungen schwer treffen! Ich hoffe deshalb sehr, dass auch hier Komplett-Schließungen vermieden werden.

Ihr

CHristoph Neumann