Leipzig, Augustusplatz

Wir zeigen Gesicht! Rettet die Reisebüros! Wir sind Touristik! Unter diesem Motto demonstrierten am Mittwoch, den 29.04.2020 fast 100 Unternehmer aus der Reisebranche auf dem Leipziger Augustusplatz.

Die Teilnehmer, meist die Eigentümer von Reisebüros, kamen aus dem mitteldeutschen Raum. Als Obmann im Ausschuss für Tourismus kam ich sehr schnell mit den Veranstaltern in Kontakt.

Die meisten Gesprächspartner sagten mir, dass sie seit rund zwei Monaten keine Geschäfte mehr machen dürfen und bereits eingenomme Gelder an die Kunden zurückzahlen müssen.

Viele Unternehmen stehen unverschuldet vor der Insolvenz

Somit stehen die meisten Unternehmen in absehbarer Zeit völlig unverschuldet vor der Insolvenz. Insgesamt fordert die Branche, dass die Bundesregierung auch die Tourismusindustrie als systemrelevant einstuft, da die Erholung der Menschen gleichfalls ein hohes Gut ist. Nur mit Hilfe finanzieller Unterstützungen aus der Staatskasse kann die Branche gerettet werden, die durch behördliche Anweisungen in diese ökonomische Lage gebracht wurde.

Die Hoffnung der Unternehmer liegt in der baldigen Lockerung der überzogenen Schutzmaßnahmen. Als positives Signal sehen die Betroffenen die Entscheidung der Regierung in Wien, die Einschränkungen in den österreichischen Bundesländern stark zu verringern. Weiterhin denken einige Eigentümer der Reisebüros, dass die Branche dieses Jahr wirtschaftlich überleben könne, wenn ab Sommer der Inlandstourismus wieder möglich ist.

Binnennachfrage dürfte sich verstärken

Durch die weiteren Reisebeschränkungen im Ferntourismus besteht die Chance einer verstärkten Binnennachfrage. Somit könnten sogar kleinere Ortschaften im ländlichen Raum in naher Zukunft begehrte Reiseziele werden.

Ihr

CHristoph Neumann