Abseits der Präsidentschaftswahl nahm ich noch einen Termin mit Vertretern der nationalen Tourismusbehörde war. Mein Gespräch mit Herrn Bisakeaw fand wie gewohnt in einer sehr offenen Atmosphäre statt. Er war erstaunt über das deutsche Interesse an seinem Land sowie meinen Gesprächswunsch. Bisher traten touristisch nicht die Europäer sondern vor allem Russen und Chinesen in Erscheinung.

Im Vergleich zu unseren Partnern in Osteuropa steht Kasachstan touristisch betrachtet noch am Beginn seiner Entwicklung. Im Mai 2019 wurde daher ein neues 10-Punkte- Programm beschlossen, welches bis 2025 umgesetzt werden soll. Bis dahin möchten die Vertreter Kasachstans ihr Land gerne auf der ITB in Berlin präsentieren. Ein Wunsch, den ich als Obmann im Ausschuss für Tourismus gerne unterstützen werde. Mein Vorschlag, zur Vertiefung unserer Kontakte und dem verstärkten Wissenstransfer, kasachische Studenten nach Deutschland einzuladen, um hier Tourismus zu studieren, wurde sehr interessiert aufgenommen.

Es wurde mir versichert, in den nächsten Jahren große Investitionen in die Infrastruktur stecken zu wollen, um so neue Gebiete für Reisende erschließen zu können. Einen Fehler wolle man jedoch vermeiden, Massentourismus sei für die Region nicht vorgesehen. Die Geschichte des Landes und die Schätze seiner Natur sollen für ein Publikum vorgehalten werden, welches dies auch zu schätzen weiß. Bis dahin liegt jedoch noch ein langer und teils steiniger Weg vor den Kasachen.