Zusammen mit meinem Fraktionskollegen Paul Viktor Podolay (Mitglied des Auswärtigen Ausschusses) nahm ich als Beobachter an der Präsidentschaftswahl in Kasachstan teil. In insgesamt 10 Wahllokalen konnten wir eine den demokratischen Standards entsprechende Wahl beobachten.

Bereits am Mittwoch, 05.06.2019, unmittelbar nach der Sitzung des Ausschusses für Tourismus traf ich in meinem Berliner Büro die letzten Vorbereitungen zur Reise, ehe der Flug am späten Abend in Richtung Moskau startete. Nach einem Aufenthalt in Moskau landete ich am folgenden Nachmittag endlich in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan.

Am Freitag, 07.06.2019 stand ein touristischer Termin auf dem Plan, auf welchem ich noch gesondert eingehen möchte.

Der Samstag brachte uns die obligatorische und wichtige Einweisung in die Präsidentschaftswahl Kasachstans. Hier wurden alle relevanten Punkte einer Wahl, wie etwa Verfahren, Stimmzählungen, Kandidaten und ähnliches vorgestellt.

Am Sonntag, 09.06.2019 fand die Wahl statt. Vom frühen Morgen 05:00 Uhr bis fast 24:00 Uhr waren mein Kollege und ich in insgesamt 10 Wahllokalen zur Kontrolle eingesetzt. Verstöße konnten wir nicht feststellen bzw. beobachten. Alles lief nach unseren Vorstellungen einer demokratischen Wahl ab. Lediglich eine NGO mit augenscheinlich studentischem Hintergrund trat mit ungewöhnlich anmutenden Datenerhebungen hervor. Eine wesentliche Beeinflussung stellte dies jedoch nicht dar.

Der folgende Tag begann sehr früh mit der allgemeinen Auswertung, bei der jedoch auch keine groben Verstöße festgestellt werden konnten. Insgesamt betrachtet, also eine starke und breite Legitimation für den nächsten kasachischen Präsidenten. Direkt im Anschluss an die Auswertung fuhren wir dann zum Flughafen Richtung Heimat.

Nach unwetterbedingten Flugausfällen, Bahnverspätungen und größeren Umwegen, gelangte ich am Dienstag, 11.06.2019 am Vormittag endlich in Leipzig an. Eine sehr spannende, jedoch auch körperlich herausfordernde Reise lag nun hinter mir. Die Wichtigkeit dieser Wahlen, sowie unsere Teilnahme als Beobachter, lassen die Anstrengungen dabei jedoch in den Hintergrund treten. Die Menschen in unserer Region kennen die Bedeutung freier Wahlen meist ja noch aus eigener Erfahrung.