Langenburg, Schloss

Heute führten mich meine Wege nach Hohenlohe und Schwäbisch Hall, wo ich ebenso wieder in Sachen Tourismus unterwegs war.

Eine meiner Stationen war das Schloss Langenburg.

Das prächtige Ensemble ist seit 1235 die Residenz des Hauses der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg. Noch heute nutzt die Familie das Schloss als privates Domizil, stellt jedoch einen Großteil der Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zur Verfügung und engagiert sich in diesem Zusammenhang stark im Tourismus. So befinden sich in dem historischen Anwesen ein Schlossmuseum, ein Schlosscafé und das erste Automobilmuseum Deutschlands, das heute als größtes Automuseum Europas gilt.

Kloster Schöntal wartet mit beeindruckender Barockkirche auf

Eine weitere Station auf meiner Tourismus-Stippvisite war auch das Kloster Schöntal, in dessen Inneren sich die Grabplatte des berühmt-berüchtigten Götz von Berlichingen befindet.

Das Kloster Schöntal selbst ist eine ehemalige Zisterzienserabtei, zu der auch eine sehenswerte Barockkirche gehört. Das historische Gemäuer bildet mit den umliegenden Wohnhäusern den Ortsteil Kloster Schöntal der Gemeinde Schöntal in Baden-Württemberg.

Ebenso geschichtsträchtig kommt Schloss Waldenburg-Hohenlohe daher, dass meine nächste Station darstellte. Der imposante Prachtbau liegt am Rand der Stadt Waldenburg auf einem Bergsporn, der sich über die Hohenloher Ebene erhebt. Das Anwesen ist im Besitz des Hauses Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst – ebenso eine Familie, die sich mit dem Familienbesitz in den Tourismus einbringt und die alten Mauern mit kulturellem Leben erfüllt.

Im Freilandmuseum dem Leben der Menschen in alter Zeit auf der Spur

Freilandmuseum Hohenlohe

Sehenswert in der Region ist außerdem das Freilichtmuseum Wackershofen, das einen interessanten Überblick über das ländliche Leben der Menschen in Hohenlohe von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhundert zeigt.

Auffällig während meiner Besuche sind die fast durchweg gekürzten Öffnungszeiten in den Museen. Wie ich in Erfahrung bringen konnte, fehlt hier in vielen Institutionen das Fachpersonal, weshalb manche Besuchermagneten nur an den Wochenenden geöffnet haben. Keine gute Entwicklung, wie ich finde! Immerhin ist der Tourismus einer der größten Umsatzbringer in Deutschland und verantwortlich für jeden 15. Arbeitsplatz. Deshalb sind solche Schließungen aufgrund Personalmangels der deutschen Kultur und Historie, für die sich selbstredend auch an Wochentagen eine Menge Leute interessieren, schlichtweg unwürdig. Und zeigt einmal mehr, dass auch im Tourismus der Fokus auf echten Fachkräften liegen muss.

Ihr

CHristoph Neumann