In dieser sitzungsfreien Woche nahm ich an einer „Dienstlichen Veranstaltung zur Information“ (InfoDVag) der Bundeswehr teil.

Zum einen wollte ich Erfahrungen sammeln, wie wir als Gesellschaft unsere jungen Soldaten behandeln, z.B. was wir von Ihnen verlangen und wie wir sie dafür ausstatten.

Zum anderen interessierte mich die zivil-militärischen Zusammenarbeit im In- und Ausland. Auf meinen Reisen wurde dieses Thema oft angeschnitten.

Die nicht soldatischen Teilnehmer bestanden aus Parlamentariern, Vertretern der Wirtschaft und Repräsentanten des öffentlichen Lebens. Unsere Unterbringung und Verpflegung war die gleiche wie die der Soldaten. In Nienburg fanden wir ein hoch professionelles Umfeld vor.

Neben Unterricht und praktischer Ausbildung lagen die Schwerpunkte für unsere Gruppe in der zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie im Thema Personalgewinnung für die Streitkräfte. In beiden Punkten stellen sich unsere Streitkräfte immer internationaler auf.

Die Zusammenarbeit mit zivilen Kräften im In- und Ausland kann ich nur als für alle Seiten gewinnbringend und professionell loben.

Das Personal unserer Streitkräfte, welches notfalls vom Deutschen Bundestag für internationale Einsätze entsandt wird, darf nur aus Landeskindern bestehen!

Ebenso skeptisch sehe ich die Unterstellung deutscher Verbände unter die Befehlsgewalt anderer Streitkräfte. Ich befürworte eine internationale Zusammenarbeit, der Befehl über deutsche Soldaten sollte jedoch unseren eigenen Offizieren vorbehalten sein.

Aus Nienburg nehme ich ein beruhigendes Gefühl mit. Unsere Soldaten sind hoch motiviert und werden gut ausgebildet. Wir alle müssen unserer Verantwortung gerecht werden, diese nun auch gut auszustatten und nicht lediglich permanent dem Zeitgeist folgend unsere Streitkräfte kaputt zu sparen.