Auf Besuch im Kinderheim "Nadeschda"

Die Delegationsreise der deutsch-weißrussischen Parlamentariergruppe begann am Montag, den 03.02.2020 in den unterschiedlichen Orten in Deutschland. In den Nachmittagsstunden landeten wir alle in kurzer Abfolge auf dem Flughafen von Minsk. Wir wurden durch den Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten der Nationalversammlung von Weißrussland, Andrei Savinych, persönlich begrüß und abgeholt. Gemeinsam fuhren wir in unser Hotel im Herzen der Hauptstadt von Weißrussland.

Am Abend gab es einen offiziellen Empfang in der Residenz der Deutschen Botschaft durch Botschafter Manfred Huterer. Hier trafen wir Vertreter aus Politik, Wirtschaft sowie Medien und besprachen die Beziehungen zwischen Deutschland und Weißrussland.

Per Kleinbus zum Kinderheim „Nadeschda“

Am nächsten Morgen (04.02.2020) reisten wir mit einem Kleinbus zum Kinderheim “Nadeschda“; auf deutsch: Hoffnung. Dieses Heim liegt rund 100 km nordwestlich von Minsk bei der Kreisstadt Wilejka (30.000 Einwohner) am Stausee Wilejka des Flusses Wilija (Neris). Gegen 11:30 Uhr erreichten wir die Einrichtung und wurden von den Verantwortlichen sehr warmherzig empfangen. Sie erklärten uns den Erholungskomplex der am 24.09.1994 mit deutscher Hilfe gegründet wurde. Ursprünglich war er zur Genesung von Kindern gedacht, die durch die Explosion des Kernkraftwerkes von Tschernobyl (26.04.1986) strahlenbelastet wurden.

Mittlerweile können auch gesundheitlich angeschlagene Kinder aus sozial schwachen Familien dort ihre körperliche Entwicklung, unter medizinischer Kontrolle, stabilisieren. Während ihres Aufenthaltes von mehreren Wochen werden die Kinder und Jugendlichen auch unterrichtet. Die gesamte Anlage ist in einem sehr gepflegten Zustand. Die Behandlungsräume und die medizinischen Geräte sind auf dem neusten Stand. Wir sahen an einer großen Tafel, dass die Spender und Sponsoren, besonders aus Deutschland, ordnungsgemäß nach Jahren der Zuwendung aufgelistet sind.

Spiele und Sportartikel für die Kinder im Kinderheim

Unsere Delegation hatte im Vorfeld in Berlin beschlossen, den Kindern Geschenke zu überreichen. Wir sammelten Geld und kauften dafür Spiele und Sportartikel. Diese übergaben wir dann einer Schulklasse; symbolisch für alle Kinder. Bei einem Imbiss erklärte uns die Leiterin wie die zukünftigen Projekte der Einrichtung aussehen. Gerade wird eine Schwimmhalle mit Sportkomplex neu erbaut, die der weißrussische Staat finanziell unterstützt. Unabhängig davon baten uns die Verantwortlichen, dass wir uns in Deutschland weiterhin dafür einsetzen, dass die Spendengelder nicht versiegen. Mit diesem Wunsch versehen, begaben wir uns auf die Heimreise nach Minsk.

Am Nachmittag hatten wir wieder offizielle Termine mit weißrussischen Politikern und Journalisten in der Deutschen Botschaft. Den Abend verbrachten wir mit Abgeordneten des Ständigen Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten der Nationalversammlung von Weißrussland. Wir besprachen, wie wir die gemeinsamen historischen Erfahrungen nutzen können, damit wir in Zukunft besser zusammenarbeiten können.

Ihr

CHristoph Neumann