Freitag, 28.05.2021 – Leipzig / „Vom Bergmann zum Seemann“ – Mitarbeiterschulung Strukturwandel

„Vom Bergmann zum Seemann“ – unter diesem Motto fand am Freitag, dem 28. Mai 2021 eine Mitarbeiterschulung statt, die mich mit meinem gesamten Team ins Leipziger Neuseenland führte. Im Mittelpunkt stand der Strukturwandel im Landkreis Leipzig, der sich hier wohl so schnell wie in keiner anderen deutschen Region vollzogen hat und immer noch vollzieht.

Unter Einhaltung der Corona-Hygiene-Maßnahmen ging es um 9.00 Uhr mit dem Bus in Richtung Markkleeberger See, an dessen Ufer ein ganzes Stadtviertel neu entstanden ist. Wie in allen Seen im Neuseenland wurde hier bis vor wenigen Jahren noch Kohle abgebaut. Dort, wo heute der Markkleeberger See zu Erholung und Freizeitaktivitäten einlädt, befand sich einst ein Braunkohletagebau, der wie eine karge Mondlandschaft anmutete. Damals hätte wohl niemand gedacht, dass dieses Gebiet einmal zu den Top-Adressen der Naherholungsgebiete rund um Leipzig gehören würde. Und doch ist es heute so.

Kanupark, Dünenhäuser, Wohnmobil-Hafen & Co.: Die Seen um Leipzig haben viel zu bieten!

Sogar ein hochmoderner Kanu-Park wurde am Markkleeberger See geschaffen und lädt ebenso Profis zu Wettkämpfen ein wie Privatleute, die hier mit dem Kanu abenteuerlich über das kühle Nass gleiten können. Unser Gästeführer, der selbst früher ein Bergbaukumpel war, erzählte uns Informatives, Spannendes und Interessantes rund um diese heute so beliebte Region.

Anschließend machten wir Station am Störmthaler See, der sich zu einem beliebten Ziel für Touristen aus ganz Deutschland entwickelt hat. Ob mit dem Wohnmobil, dem Wohnwagen oder mit dem Koffer anreisend: Im stilvollen Ferienresort LAGOVIDA kommen Reisende jedweder Couleur auf ihre Kosten. Familien, die hier im Wohnmobil-Hafen oder im großzügigen Ferien-Appartement übernachten, schätzen das gepflegte Anwesen ebenso wie Paare jeden Alters, die sich gern in den komfortablen Dünenhäusern mit Sauna, Kamin und eigenem Strandabschnitt erholen. Von all diesen Möglichkeiten konnten wir uns vor Ort überzeugen und mussten anerkennend konstatieren, dass die jetzige Nutzung des einstigen Tagebaulochs kaum einen Urlaubswunsch offen lässt.

Ein Hauch exklusiven Lifestyles am Hainer See

Als nächstes schauten wir uns den Hainer See an. Dieses Refugium – nur circa eine Dreiviertelstunde vom quirligen Leipzig entfernt – erfüllt fast alle Erholungswünsche. Mit einem charmanten Hauch exklusiven Lifestyles locken hier elegante Ferienhäuser und -appartements, die sich alle zum See hin öffnen und als Aussicht Wasser pur bieten. Im Zentrum der Lagune Kahnsdorf befindet sich ein gepflegter Platz, der mit Cafés und Restaurants gesäumt ist und von dem ein Steg in Richtung Bootsanlegestelle führt. Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten und können sowohl mit dem Motorboot fahren als auch zwischen diversen Wassersport-Angeboten wählen: Stand-Up-Paddeln, Wakeboarden am Boot, Kitesurfen und Wasserski lassen die Herzen jener höher schlagen, die sich gern aktiv auf dem kühlen Nass bewegen.

An diesem idyllischen Ort trafen wir auf den Geschäftsführer der Blauwasser Seemanagement GmbH, Christian Conrad, der durch seine gastronomische und touristische Entwicklung des Cospudener Sees ein bekannter und engagierter Akteur im Leipziger Neuseenland ist. Mittlerweile ist die touristische Nachnutzung einstiger Braunkohle-Gruben sein tägliches Geschäft, so auch am Hainer See. Herr Conrad empfing uns bei bestem Frühlingswetter und gab uns einen Einblick in den Werdegang seines Schaffens rund um die Leipziger Seenlandschaft.

Das Neuseenland zieht nationale und internationale Gäste an

Mittlerweile – so erzählte er uns – schätzen nicht nur Touristen aus ganz Deutschland das beschauliche Kleinod am Hainer See, sondern auch Gäste aus dem Ausland. Aufmerksam folgten wir den Ausführungen des Unternehmers und bekamen so in kurzer Zeit einen überaus interessanten Einblick in die Entwicklung touristischer Strategien rund um die Wasserwelt im Leipziger Land.

Die nächste Station sollte ein weiteres Highlight bieten, es ging direkt hinein in einen noch aktiven Braunkohle-Tagebau. Per Bus erkundeten wir das zur MIBRAG gehörende Gelände und wurden von unserem Gästeführer in die Welt der Kohleförderung geführt.

Inmitten dieser sandig-kargen Bergbaulandschaft nahmen wir unser Mittagessen ein, ein zünftiges Bergbau-Picknick, professionell organisiert von dem uns betreuenden Veranstalter. Bei „Fettbemme“, Brötchen, Klops & Co. konnten wir den außergewöhnlichen Ausblick auf das riesige Bergbau-Areal genießen – ein wirklich einmaliges Erlebnis!

Nach dieser erstklassig organisierten Stärkung steuerte unsere Gruppe den Ort Zwenkau an, der sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt hat. Auch hier wurde ein Braunkohle-Tagebau zu einem See umgewidmet: Dem Zwenkauer See. Vor Ort begrüßte uns Holger Schulz, der Bürgermeister von Zwenkau. Inmitten von frisch fertiggestellten Appartementhäusern mit Seeblick erläuterte uns Herr Schulz den Alltag an einem Ort, der sich rasant wandelt und auch aktuell weiterwächst. Vor allem junge Familien verlegen ihren Lebensmittelpunkt gern an den beliebten See, so dass zwischenzeitlich viele neue Kindergartenplätze im neuen Teil von Zwenkau geschaffen wurden.

Einblicke in das Tagesgeschäftes eines Bürgermeisters im gefragten Seebad

Dass auch an solch idyllischen Flecken für einen Lokalpolitiker nicht alle Tage „Eitel Sonnenschein“ ist, davon erzählte uns Bürgermeister Schulz und gab einen Einblick in sein Tagesgeschäft, in dem es noch viel zu oft mit Bürokratie und so manchem Verlieren im „Klein-Klein“ im Zusammenhang mit dem See und dessen Nutzung zugeht.

Nach diesen interessanten Einblicken gingen wir an Bord eines Ausflugschiffes, um den Zwenkauer See während einer Rundfahrt zu erkunden. Der Kapitän persönlich gab uns einen geschichtlichen Abriss vom Bergbau über die Flutung bis zur heutigen Nutzung des Wasser-Areals und informierte zudem über die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt rund um den See.

Wieder zurück auf festem Boden tranken wir zu leckerem Kuchen eine Tasse Kaffee und fuhren danach mit dem Bus zurück nach Leipzig. Voller neuer Eindrücke und versorgt mit unglaublich interessanten Informationen rund um das vielfältige Neuseenland fanden wir uns im Wahlkreisbüro zum Abschluss für eine Nachbesprechung zusammen.

Impulse mitnehmen für die tägliche touristische Arbeit

Jeder äußerte seine Eindrücke und man besprach sich, was man wie aus diesem Tag in das politische Tagesgeschäft im Zusammenhang mit dem Tourismus mitnehmen kann. Fest steht: Einiges.

In diesem Sinne werden Sie auch weiterhin sichergehen können, dass ich mich für den Tourismus im Leipziger Umland mit all seinen Facetten einbringe und für selbigen stark mache! Denn es sollen alle adäquat profitieren: Jene, die im Tourismus im Leipziger Neuseenland beruflich tätig sind und jene, die diese besondere Region in ihrer Freizeit für Ausflüge, Erholung und sportliches Aktivsein nutzen.

Ihr

CHristoph Neumann