Nach einigen Tagen der Anreise stand heute wieder ein Fachgespräch in Kiew auf meiner Tagesordnung. Im Wirtschaftsministerium der Ukraine hatte ich mit der Direktorin für Tourismus, Oksana Serdiuk, ein hochinteressantes Gespräch. In einer sehr herzlichen Atmosphäre gab sie mir einen aufschlussreichen Überblick über den Tourismus in der Ukraine. Vor allem drang eine Bitte nach Unterstützung durch die europäischen Partner und die EU immer wieder durch. Diese Unterstützung wird vor allem im Bereich der rechtlichen Beratung in Hinsicht auf Sicherheit und Anspruchsmanagement im Reiseverkehr benötigt. Mein Vorschlag zur Tourismusförderung durch Verwendung der historischen Begriffe zu den Regionen (z.B. Galizien, Wolhynien, Bukowina, Ruthenien, Pokutien) sowie Städten (z.B. Lemberg, Luzk, Tschernowitz, Ungburg, Stanislau) und touristischen Attraktionen wurde dankend aufgenommen. Die Wiedererkennung durch die Verwendung einer sogenannten DACH-Marke zur Förderung des Tourismus kann hier ein sehr wirksames Instrument werden. Damit hat mir die bisherige Reise gezeigt, dass nichts über ein persönliches Gespräch und enge Kontakte zwischen den Akteuren hinausgeht, wenn man ein gemeinsames Ziel verfolgt. Brüssel und Berlin sind oft einfach zu weit weg und zu abstrakt, um den Tourismus als das zu sehen was er eigentlich ist; das Mittel der Wahl, um Länder und Völker einander näher zu bringen, Austausch zu treiben und eine gemeinsame Zukunft in Sicherheit zu gestalten.